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Die Gruppen um Herbert Baum
Von den drei dargestellten Gruppen ist die sog. "Baum-Gruppe" die bekannteste. Korrekter ist es
allerdings, von Gruppen um Herbert Baum zu
sprechen, denn es sind tatsächlich mehrere verschiedene Freundeskreise und politische Gruppen gewesen, die sich um Herbert Baum und andere bildeten. Die Gruppe erscheint als Vernetzung mehrerer politisch organisierter
Freundeskreise, deren Wurzeln in den Bünden der jüdischen Jugendbewegung und im kommunistischen Jugendverband (KJVD) lagen. Die meisten der jungen Männer und Frauen waren Mitglieder der 1938 zerschlagenen jüdischen Jugendbünde, deren vorwiegend sozialistisch oder zionistisch orientierte Gruppen schon früh zu Sozialisationsinstanzen einer politisch motivierten
Gegnerschaft zum Nationalsozialismus wurden. Die Gruppe leistete Schulungsarbeit, erstellte Flugschriften und suchte Kontakt zu anderen Widerstandskreisen. Letzte Aktion
wurde ein 1942 verübter Brandanschlag auf eine antisemitisch-antisowjetische Propagandaausstellung der Reichspropagandaleitung der NSDAP. Der rasche Zugriff
der Verfolger auf die Akteure konnte bis heute nicht eindeutig erklärt werden. Als Reaktion führte die Gestapo eine beispiellose Massenverhaftung unbeteiligter Berliner
Juden durch. Die verhafteten Jugendlichen der Baum-Gruppe wurden wegen "Hochverrats" angeklagt. Einige wurden in Berlin-Plötzensee hingerichtet, andere in Konzentrationslagern ermordet.
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Foto: Herbert Baum ca. 1935
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